Social Media Week…Teil 2

Teil 2 meines Berichtes über die Social Media Week 2013 in Hamburg [#SMWHH]

Über Tag eins und zwei habe ich ja schon ausführlich im Beitrag Bergfest auf der Social Media Week! berichtet. Kommen wir nun also zu Mittwoch bis Freitag:

Tag 3:
Der Mittwoch war ganz schön voll gepackt. Wenn man nicht in der Innenstadt oder wenigstens in der Nähe der Innenstadt wohnt, so wie ich, dann ist man bei 2 Events in Altona bzw an der Alster ganz schön laaange unterwegs oder man hängt dort eben ganz schön lange herum. Macht nix, los gehts mit dem ersten Vortrag am Mittwoch: Word of mouth Marketing mit Nicola Stockmann. Bevor ich wirklich starte, möchte ich euch noch einen, wie ich finde sehr nützlichen Link geben, falls ihr mal Social Media Recherchen machen wollt und ein paar gute Statistiken braucht. Auf www.nielsen.com findet ihr ziemlich viele davon, und die Studien sind aktuell!

Kommen wir zu den Tips, die ich von dort mitnehmen konnte:

  • Schafft ein Umfeld, in dem man reden möchte, weil man sich dort wohl und willkomen fühlt: Wenn ein User beispielsweise seinen Namen nicht angeben muss und so seine Anonymität gewahrt bleibt, redet er auch eher über kontroverse Themen!
  • Gebt den Usern interessante Themen vor („guter“ Tip, den ich mal der Vollständigkeit halber mit erwähne)!
  • Man muss als Anbieter echtes Interesse an den Problemen in der Community zeigen! Es geht immer um Vertrauen. Daher muss man auch hier den Grundregeln respektvollen Umgangs folgen: Tu was du versprichst, sei fair, sei offen, lüge nicht, informiere und sei vor allem objektiv!
  • Leute wollen teilen: Belohne sie, wenn sie es tun! Gib ihnen also bei zB. Testportalen die Möglichkeit, vom „explorer“ zum „specialist“ aufzusteigen!
  • Lass die User auch negative Dinge sagen!
  • Sei darauf vorbereitet zu antworten: antworte schnell und ruhig, nimm dir die Zeit, um das Problem zu verstehen, gib Fehler zu und entschuldige dich!
  • Never stop listening!
  • Qualität vor Quantität: 1 Person, die mit einem Kommentar 500 Leute erreicht ist besser als eine Person, die mit 500 Kommentaren eine Person erreicht!
  • Und zum Schluss bedenkt folgendes: People are people are people are… :)

Für alle, die den kompletten Beitrag sehen wollen, geht es hier zum Stream!

Der zweite Vortrag am Mittwoch war dann schließlich Feintuning: Schriftlicher Ausdruck, die richtige Sprache zum Kunden wählen mit Christian Stachowitz. Los ging es mit dem Grundsatz „Man mann nicht-nicht kommunizieren“, was bedeutet, dass man sich während der Kommunikation bewegt – entweder aufeinander zu oder voneinander weg. Je öfter man miteinander kommuniziert, umso gefestigter wird die Richtung, in die man sich bewegt. Hinzu kommt, dass wir Sprache nicht so verstehen, wie sie ist, sondern so, wie wir gelernt haben, sie zu interpretieren.

Es gibt einige Wörter, die wir gern nutzen, für uns sind es eigentlich bedeutungslose Wörter, die beim Gegenüber jedoch heftige Reaktionen auslösen können, wenn wir sie denn nutzen. Diese Wörter kannte ich teilweise schon von dem Klassiker „Warum Männer nicht zuhören und Frauen nicht einparken können“, es kam aber auch neues dazu. So zum Beispiel obwohl und aber. Diese Wörter erscheinen ähnlich, haben jedoch Unterschiede in der Deutung durch den, an den wir sie richten. Das Beispiel aus dem Vortrag war:

  1. Das Essen schmeckt, aber es fehlt noch Salz.
  2. Das Essen schmeckt, obwohl noch Salz fehlt.

Im ersten Fall liegt die Betonung auf der zweiten Hälfte des Satzes, nämlich dem Fehlen des Salzes. Damit hat das Gegenüber garantiert schlechte Laune hinterher. Im zweiten Fall sieht es ganz anders aus. Dort wird die erste Hälfte des Satzes betont, das Essen schmeckt, auch wenn es ein bisschen zu wenig Salz hatte…und schon wird das Gegenüber keinen Wutausbruch bekommen.

Kommen wir zu den Arten der Kommunikation, als da wären: persönliche, telefonische und schriftliche Kommunikation. Die Körpersprache hat bei der Kommunikation die größte Bedeutung, weil sie durch unser Unterbewusstsein aufgenommen und interpretiert wird. Auch die Stimme hat ein großes Gewicht. Sie transportiert Stimmungen, Gefühlslage usw. Relativ unwichtig ist letztlich das, was wirklich an Inhalt gesagt. Was lernen wir daraus? Solltet ihr eine offene und authentische Kommunikation wünschen und jemanden von euch überzeugen wollen, dann stellt euch persönlich vor und wenn das nicht geht, ruft wenigstens an. Im Gegensatz dazu ist es zu empfehlen, die schriftliche Form zu wählen, wenn ihr etwas verschleiern wollt! Bei der schriftlichen Kommunikation geschieht die Informationsaufnahme zu 100% über den Text. Ihr müsst niemandem in die Augen schauen, ihr könnt nicht rot werden usw. Ddann müsst ihr aber auch damit rechnen, dass der Text anders interpretiert wird, als ihr euch das geacht habt, weil der Leser beim Lesen nicht eure, sondern mehr seine eigene Stimme hört.

Man kann also durch die Wortwahl mit dem Unterbewusstsein des anderen arbeiten. Hier gibt es laut Christian die Superhelden, die auch gleichzeitig Superschurken sind. Hier geht es um absolute Worte wie immer und nie. Hier ein paar Beispiele zur Verdeutlichung des Ganzen:

  1. Negativ: „Du nervst ständig.“ oder „Immer ist es das gleiche mit dir“
  2. Neutral: „Jeder wünscht sich Respekt“ oder „Keiner steht gern im Stau“
  3. Positiv: „Dauernd muss ich an dich denken“ oder „Jede deiner Taten ist edel“

Dann gibt es noch die Irrenhaus-Insassen, die ich persönlich ja sehr gut bezeichnet finde. Dazu gehören verbindende Worte wie damit, wie oder gleichzeitig. Das alles sind Worte, die einen Bezug vom einen Teilsatz zum anderen herstellen, Satzverbinder sozusagen. Die Irrenhaus-Insassen Beispiele verdeutlicht sehr gut, was für irr(rational)e Schlüsse hier gezogen werden:

  1. „90% aller Amokläufer haben vor ihrer Tat Brot gegessen –> Verbietet Brot!
  2. Einer der Amokläufer hat ein Ego-Shooter Spiel gespielt. Sonst wäre er nicht durchgedreht, das wurde durch das Spiel ausgelöst.

So, das war es mit Tag 3. Donnerstag habe ich nichts besucht, aber am Freitag war ich noch bei Kinder, Social media. Verantwortung. Das war ein wirklich spannender und guter Vortrag. Da dieser aber mehr auf Kinder fokussiert ist, ist er in KinderundWerbung zu finden.

Eure Jane

3 thoughts on “Social Media Week…Teil 2

  1. Vielen lieben Dank, Jane!
    Eine tolle Berichterstattung meines Vortrages und super widergegeben. Klasse!
    Ich bitte um Vernetzung über Facebook und XING. :-)
    Freue mich auf weiteren Austausch.
    Herzliche Grüße,
    Christian

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