Foursquare – Sinnvoll für jeden oder doch eher eine Stalker App?

Bald ist es wieder soweit: Am 16. April ist der Foursquare „4sqDay“. Alle User, die an diesem Tag „einchecken“ bzw sich einloggen und ihren Standort preisgeben, bekommen den 4sqDay Badge. Hintergrund ist die Zählung aktiver User des Netzwerkes. Foursquare, auch FS genannt, gibt es erst seit 2009. Damit ist es ein noch relativ junges Netzwerk. Inzwischen hat es sich aber weltweit durchgesetzt. FS ist vergleichbar mit Qype, dort kann man Orte in seiner Nähe finden und bewerten, man kann den eigenen Standort posten und schauen, ob sich Bekannte in der Nähe aufhalten. Und man kann Badges für die verschiedensten Dinge erhalten. Laut Mashable zählte Foursquare beim letzten 4sqDay bereits über 20 Millionen registrierte User. Man darf gespannt sein, wie viele es dieses Jahr werden.

Seine User nutzen es gern, um zum Beispiel Restaurants oder Bars in der Nähe zu finden. Und um dort einzuchecken. Aus deutscher Sicht wird das wohl eher kritisch gesehen. „Big Brother“ braucht man dann nicht mehr, weil man selbst Preis gibt, wo man sich gerade aufhält. Das ist wohl auch der Grund, warum es hierzulande eher weniger genutzt wird. Diejenigen, die sich daran aber nicht stören, lassen sich vom Konzept der Badges, Tips usw. beeinflussen, wie die folgende Infografik zeigt:

The Influence of FS

Wie lassen sich die User von Foursquare durch Badges, Tips usw beeinflussen?

Ich ärgere mich ehrlich gesagt auch immer ein klein wenig, wenn ich irgendwo war und das Einchecken verbaselt habe. Eigentlich eine sinnfreie Aktivität, aber das Gehirn ist eben über die Badges und Likes anderer zu getätigten Check Ins leicht zu beeinflussen.

Foursquare bietet auch die Möglichkeit, selbst Orte zu erstellen. Das hat durchaus sein Für und Wider. Wenn man sich auf der Suche nach einem Ort fast verläuft, weil der, der ihn mal erstellt hat, volltrunken oder ähnliches war, dann nervt es (das waren viele Kommas, ich weiß 🙂 )! Ich habe das tatsächlich mal erlebt und irgendwann musste ich dann völlig entnervt die Suche beenden. Hinterher kam natürlich bei raus, dass ich die ganze Zeit direkt neben dem Ort stand, wo ich auch hinwollte, aber die App hat gesagt, dass ich da falsch bin…und es war von außen auch nicht zu ersehen, ob das die richtige Adresse war.

Vom Prinzip her ist FS mit Pinterest vergleichbar. Beide haben das primäre Ziel, Inhalte zu teilen. Man kann sich keine Nachrichten schicken, sondern höchstens via Kommentarfunktion zu Check-In und Tips kommunizieren. Und das geschieht immer öffentlich, heißt es kann von jedem Freund eingesehen werden.

Ein Tip am Rande: Wer dort „Freunde“ haben will, aber keine Lust auf das Verschicken von Anfragen hat, der muss einfach ein Sonderzeichen als erstes Zeichen wählen. Ich heiße dort zum Beispiel @JaneEs. Hintergrund: Die User suchen in Freundeslisten nach potenziellen neuen „Freunden“. Diese Listen sind aber nur im Ganzen anzusehen und man muss teilweise scrollen bis zum geht nicht mehr oder man hat nur Freunde, die mit A anfangen! Das macht man dann drei, vier mal und dann haben die meisten keine Lust mehr und klicken doch auf die, die sie zu erst sehen…So trudeln bei mir täglich neue Anfragen ein, die ich nur bestätigen muss!

Fazit: Foursquare bietet durchaus einen Nutzen für seine User. Ich frage bevorzugt FS, wenn ich für ein Geschäftsessen oder auch privaten Treff ein Café oder Restaurant suche. Die Bewertungsfunktion ist toll und beeinflusst meine Entscheidung. Und wenn der Ort richtig angegeben wurde, kann man durch die direkte Verbindung zu Google Maps auf der Suche nach dem Restaurant nicht verloren gehen.

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