Mein Fazit vom carpediemcamp

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Foto von © @thieso2 & @meyola cc Lizenz

Sooo, nach 2 hektischen Wochen ist nun endlich wieder etwas Ruhe bei mir eingekehrt. Erst war es nur mein Gewissen, das gequängelt hat, weil ich noch gar nichts zum #cdc13 geschrieben habe. Heute ist es dann auch der lieben Silke aufgefallen 😉 Also kommt hier mal das carpediemcamp aus meiner Sicht, auch wenn nur in einer etwas kurzen Zusammenfassung.

Als allererstes möchte ich sagen, dass ich wirklich beeindruckt war. Fast alle haben ihr Wort gehalten und sind so zahlreich erschienen, wie ich es mir nie erträumt hätte. Und das bei einer Veranstaltung, wo vorher kein Geld eingesammelt wurde. Man hätte also quasi ohne monetären Verlust einfach mal nicht auftauchen können. Gut, dann wären wir vom OrgaTeam sicher ziemlich sauer gewesen… Trotzdem sollte das, wie ich finde, hier noch einmal erwähnt werden.

Dann haben unsere lieben Teilnehmer so viele leckere Sachen mitgebracht und teilweise sogar dort während der Session zubereitet, dass wir wirklich reichlich zu essen hatten. Und das für 40 Mann über einen Zeitraum von 10 – 18 Uhr! Zusammengefasst: Die Sessions waren unterhaltsam, spannend und man konnte sich fernab von dress code und steifen Gesprächen ganz zwanglos kennen lernen, also rundum super [ auch wenn ich ab und zu etwas abgelenkt war und nicht immer ganz zuhören konnte, aber um strammes still sitzen ging es an dem Tag ja auch nicht 😉 ]

Es hat mir wirklich Spaß gemacht und wir, sprich Silke, Christian und ich, werden auf jeden Fall das carpediemcamp wieder machen. Freut euch also auf das #cdc14 im nächsten Frühjahr. Dann auch gern zweitägig. Wer bis dahin nicht warten mag, dem sei gesagt, dass der Carpe Diem Club sicher noch einige Themenabende dazu veranstalten wird.

Dann bis spätestens 2014!

Die vollständige nachlese findet ihr übrigens auf der Seite des carpediemcamps.

Foursquare – Sinnvoll für jeden oder doch eher eine Stalker App?

Bald ist es wieder soweit: Am 16. April ist der Foursquare „4sqDay“. Alle User, die an diesem Tag „einchecken“ bzw sich einloggen und ihren Standort preisgeben, bekommen den 4sqDay Badge. Hintergrund ist die Zählung aktiver User des Netzwerkes. Foursquare, auch FS genannt, gibt es erst seit 2009. Damit ist es ein noch relativ junges Netzwerk. Inzwischen hat es sich aber weltweit durchgesetzt. FS ist vergleichbar mit Qype, dort kann man Orte in seiner Nähe finden und bewerten, man kann den eigenen Standort posten und schauen, ob sich Bekannte in der Nähe aufhalten. Und man kann Badges für die verschiedensten Dinge erhalten. Laut Mashable zählte Foursquare beim letzten 4sqDay bereits über 20 Millionen registrierte User. Man darf gespannt sein, wie viele es dieses Jahr werden.

Seine User nutzen es gern, um zum Beispiel Restaurants oder Bars in der Nähe zu finden. Und um dort einzuchecken. Aus deutscher Sicht wird das wohl eher kritisch gesehen. „Big Brother“ braucht man dann nicht mehr, weil man selbst Preis gibt, wo man sich gerade aufhält. Das ist wohl auch der Grund, warum es hierzulande eher weniger genutzt wird. Diejenigen, die sich daran aber nicht stören, lassen sich vom Konzept der Badges, Tips usw. beeinflussen, wie die folgende Infografik zeigt:

The Influence of FS

Wie lassen sich die User von Foursquare durch Badges, Tips usw beeinflussen?

Ich ärgere mich ehrlich gesagt auch immer ein klein wenig, wenn ich irgendwo war und das Einchecken verbaselt habe. Eigentlich eine sinnfreie Aktivität, aber das Gehirn ist eben über die Badges und Likes anderer zu getätigten Check Ins leicht zu beeinflussen.

Foursquare bietet auch die Möglichkeit, selbst Orte zu erstellen. Das hat durchaus sein Für und Wider. Wenn man sich auf der Suche nach einem Ort fast verläuft, weil der, der ihn mal erstellt hat, volltrunken oder ähnliches war, dann nervt es (das waren viele Kommas, ich weiß 🙂 )! Ich habe das tatsächlich mal erlebt und irgendwann musste ich dann völlig entnervt die Suche beenden. Hinterher kam natürlich bei raus, dass ich die ganze Zeit direkt neben dem Ort stand, wo ich auch hinwollte, aber die App hat gesagt, dass ich da falsch bin…und es war von außen auch nicht zu ersehen, ob das die richtige Adresse war.

Vom Prinzip her ist FS mit Pinterest vergleichbar. Beide haben das primäre Ziel, Inhalte zu teilen. Man kann sich keine Nachrichten schicken, sondern höchstens via Kommentarfunktion zu Check-In und Tips kommunizieren. Und das geschieht immer öffentlich, heißt es kann von jedem Freund eingesehen werden.

Ein Tip am Rande: Wer dort „Freunde“ haben will, aber keine Lust auf das Verschicken von Anfragen hat, der muss einfach ein Sonderzeichen als erstes Zeichen wählen. Ich heiße dort zum Beispiel @JaneEs. Hintergrund: Die User suchen in Freundeslisten nach potenziellen neuen „Freunden“. Diese Listen sind aber nur im Ganzen anzusehen und man muss teilweise scrollen bis zum geht nicht mehr oder man hat nur Freunde, die mit A anfangen! Das macht man dann drei, vier mal und dann haben die meisten keine Lust mehr und klicken doch auf die, die sie zu erst sehen…So trudeln bei mir täglich neue Anfragen ein, die ich nur bestätigen muss!

Fazit: Foursquare bietet durchaus einen Nutzen für seine User. Ich frage bevorzugt FS, wenn ich für ein Geschäftsessen oder auch privaten Treff ein Café oder Restaurant suche. Die Bewertungsfunktion ist toll und beeinflusst meine Entscheidung. Und wenn der Ort richtig angegeben wurde, kann man durch die direkte Verbindung zu Google Maps auf der Suche nach dem Restaurant nicht verloren gehen.

Social Media Week…Teil 2

Teil 2 meines Berichtes über die Social Media Week 2013 in Hamburg [#SMWHH]

Über Tag eins und zwei habe ich ja schon ausführlich im Beitrag Bergfest auf der Social Media Week! berichtet. Kommen wir nun also zu Mittwoch bis Freitag:

Tag 3:
Der Mittwoch war ganz schön voll gepackt. Wenn man nicht in der Innenstadt oder wenigstens in der Nähe der Innenstadt wohnt, so wie ich, dann ist man bei 2 Events in Altona bzw an der Alster ganz schön laaange unterwegs oder man hängt dort eben ganz schön lange herum. Macht nix, los gehts mit dem ersten Vortrag am Mittwoch: Word of mouth Marketing mit Nicola Stockmann. Bevor ich wirklich starte, möchte ich euch noch einen, wie ich finde sehr nützlichen Link geben, falls ihr mal Social Media Recherchen machen wollt und ein paar gute Statistiken braucht. Auf www.nielsen.com findet ihr ziemlich viele davon, und die Studien sind aktuell!

Kommen wir zu den Tips, die ich von dort mitnehmen konnte:

  • Schafft ein Umfeld, in dem man reden möchte, weil man sich dort wohl und willkomen fühlt: Wenn ein User beispielsweise seinen Namen nicht angeben muss und so seine Anonymität gewahrt bleibt, redet er auch eher über kontroverse Themen!
  • Gebt den Usern interessante Themen vor („guter“ Tip, den ich mal der Vollständigkeit halber mit erwähne)!
  • Man muss als Anbieter echtes Interesse an den Problemen in der Community zeigen! Es geht immer um Vertrauen. Daher muss man auch hier den Grundregeln respektvollen Umgangs folgen: Tu was du versprichst, sei fair, sei offen, lüge nicht, informiere und sei vor allem objektiv!
  • Leute wollen teilen: Belohne sie, wenn sie es tun! Gib ihnen also bei zB. Testportalen die Möglichkeit, vom „explorer“ zum „specialist“ aufzusteigen!
  • Lass die User auch negative Dinge sagen!
  • Sei darauf vorbereitet zu antworten: antworte schnell und ruhig, nimm dir die Zeit, um das Problem zu verstehen, gib Fehler zu und entschuldige dich!
  • Never stop listening!
  • Qualität vor Quantität: 1 Person, die mit einem Kommentar 500 Leute erreicht ist besser als eine Person, die mit 500 Kommentaren eine Person erreicht!
  • Und zum Schluss bedenkt folgendes: People are people are people are… 🙂

Für alle, die den kompletten Beitrag sehen wollen, geht es hier zum Stream!

Der zweite Vortrag am Mittwoch war dann schließlich Feintuning: Schriftlicher Ausdruck, die richtige Sprache zum Kunden wählen mit Christian Stachowitz. Los ging es mit dem Grundsatz „Man mann nicht-nicht kommunizieren“, was bedeutet, dass man sich während der Kommunikation bewegt – entweder aufeinander zu oder voneinander weg. Je öfter man miteinander kommuniziert, umso gefestigter wird die Richtung, in die man sich bewegt. Hinzu kommt, dass wir Sprache nicht so verstehen, wie sie ist, sondern so, wie wir gelernt haben, sie zu interpretieren.

Es gibt einige Wörter, die wir gern nutzen, für uns sind es eigentlich bedeutungslose Wörter, die beim Gegenüber jedoch heftige Reaktionen auslösen können, wenn wir sie denn nutzen. Diese Wörter kannte ich teilweise schon von dem Klassiker „Warum Männer nicht zuhören und Frauen nicht einparken können“, es kam aber auch neues dazu. So zum Beispiel obwohl und aber. Diese Wörter erscheinen ähnlich, haben jedoch Unterschiede in der Deutung durch den, an den wir sie richten. Das Beispiel aus dem Vortrag war:

  1. Das Essen schmeckt, aber es fehlt noch Salz.
  2. Das Essen schmeckt, obwohl noch Salz fehlt.

Im ersten Fall liegt die Betonung auf der zweiten Hälfte des Satzes, nämlich dem Fehlen des Salzes. Damit hat das Gegenüber garantiert schlechte Laune hinterher. Im zweiten Fall sieht es ganz anders aus. Dort wird die erste Hälfte des Satzes betont, das Essen schmeckt, auch wenn es ein bisschen zu wenig Salz hatte…und schon wird das Gegenüber keinen Wutausbruch bekommen.

Kommen wir zu den Arten der Kommunikation, als da wären: persönliche, telefonische und schriftliche Kommunikation. Die Körpersprache hat bei der Kommunikation die größte Bedeutung, weil sie durch unser Unterbewusstsein aufgenommen und interpretiert wird. Auch die Stimme hat ein großes Gewicht. Sie transportiert Stimmungen, Gefühlslage usw. Relativ unwichtig ist letztlich das, was wirklich an Inhalt gesagt. Was lernen wir daraus? Solltet ihr eine offene und authentische Kommunikation wünschen und jemanden von euch überzeugen wollen, dann stellt euch persönlich vor und wenn das nicht geht, ruft wenigstens an. Im Gegensatz dazu ist es zu empfehlen, die schriftliche Form zu wählen, wenn ihr etwas verschleiern wollt! Bei der schriftlichen Kommunikation geschieht die Informationsaufnahme zu 100% über den Text. Ihr müsst niemandem in die Augen schauen, ihr könnt nicht rot werden usw. Ddann müsst ihr aber auch damit rechnen, dass der Text anders interpretiert wird, als ihr euch das geacht habt, weil der Leser beim Lesen nicht eure, sondern mehr seine eigene Stimme hört.

Man kann also durch die Wortwahl mit dem Unterbewusstsein des anderen arbeiten. Hier gibt es laut Christian die Superhelden, die auch gleichzeitig Superschurken sind. Hier geht es um absolute Worte wie immer und nie. Hier ein paar Beispiele zur Verdeutlichung des Ganzen:

  1. Negativ: „Du nervst ständig.“ oder „Immer ist es das gleiche mit dir“
  2. Neutral: „Jeder wünscht sich Respekt“ oder „Keiner steht gern im Stau“
  3. Positiv: „Dauernd muss ich an dich denken“ oder „Jede deiner Taten ist edel“

Dann gibt es noch die Irrenhaus-Insassen, die ich persönlich ja sehr gut bezeichnet finde. Dazu gehören verbindende Worte wie damit, wie oder gleichzeitig. Das alles sind Worte, die einen Bezug vom einen Teilsatz zum anderen herstellen, Satzverbinder sozusagen. Die Irrenhaus-Insassen Beispiele verdeutlicht sehr gut, was für irr(rational)e Schlüsse hier gezogen werden:

  1. „90% aller Amokläufer haben vor ihrer Tat Brot gegessen –> Verbietet Brot!
  2. Einer der Amokläufer hat ein Ego-Shooter Spiel gespielt. Sonst wäre er nicht durchgedreht, das wurde durch das Spiel ausgelöst.

So, das war es mit Tag 3. Donnerstag habe ich nichts besucht, aber am Freitag war ich noch bei Kinder, Social media. Verantwortung. Das war ein wirklich spannender und guter Vortrag. Da dieser aber mehr auf Kinder fokussiert ist, ist er in KinderundWerbung zu finden.

Eure Jane