Pinterest und Twitter – aufräumen in 3 Schritten

Für Twitter gibt es bekannterweise eine ganze Reihe von Tracking- Tools. Damit findet man u.a. User, die einem nicht mehr folgen, denn der Begriff Tracking bedeutet so viel wie „verfolgen“. Prinzipiell ist das Verhältnis von „Follower“ zu „Folge ich“ auch erstmal nicht so wichtig. Für viele jedoch sagt es etwas aus, hier trügt also der Schein. Es gibt so einige, die etwas in dieses Verhältnis hinein interpretieren. Am besten erklärt sich das an ein paar Beispielen.

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Hier läuft etwas verkehrt

Nehmen wir an, dieses Verhältnis sieht so aus wie in diesem Bildausschnitt. Gut, 39 Tweets ist so oder so nicht wirklich viel. Vielmehr kommt es aber darauf an, dass dem User niemand folgt. Ein wahrhaft inaktiver User, oder zumindest wirkt es so. Hier bietet wird  absolut kein Anreiz geboten, um zu folgen.

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In diesem Beipiel sieht es schon besser aus, oder?

Im zweiten Beispiel sieht es anders aus. Hier hat der User bereits ordentlich getwittert, fast 90.000 Tweets. Wow (!)  kann man da nur sagen. Wenn man sich jedoch das Verhältnis ansieht, dann fällt eines deutlich auf: Bei 42.752 Followern ist es schon komisch, dass die Anzahl der „Folgt-Leute“ auch bei 42.385 liegt. Man müsste doch erwarten, dass der User einen großen Einfluss hat. Das ist sicherlich auch so, zumindest im Vergleich zum ersten Beispiel. Bei näherer Betrachtung denkt man allerdings eher, dass der User „Hinz und Kunz“ folgt. Was sagt das aus über die Qualität der Follower und des Inhalts? Es sagt uns, dass der User nicht nur Jedem folgt, sondern auch, dass ihm seine Followerschaft relativ egal ist (er folgt jedem und ihm folgt jeder, egal was der User macht). Außerdem kann man dort hineininterpretieren, dass wahrscheinlich auch viel belangloses und inhaltsloses Zeug getwittert wird. Hier gilt eben nicht Qualität, sondern Quantität als Maßstab. Die Masse machts – stimmt das auch hier?

Kommen wir zum dritten und letzten Beispiel. Hier geht es, um wenigstens ein mal einen Namen zu nennen, um den offizielle Stern.de Account:

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Stern.de wird wohl nicht zurückfolgen :)

Wie man sieht, ist das Verhältnis hier niederschmetternd und es wird einem vermittelt, dass solche User wohl nicht zurückfolgen. Hier ist der Informationsgehalt aber so hoch, dass trotzdem 240.000 User den News des Stern folgen. Warum, wissen wir wohl alle!

Hier kommen wieder die Tracking Tools ins Spiel. Es gibt eine Reihe davon, wie zum Beispiel unfollowers.me, das ich auch ganz gern benutze. Es ist einfach und man kann alles mögliche herausfinden. So schaue ich zum Beispiel ab und an rein, um herauszufinden, wer nicht zurück folgt (who doesnt follow back?) oder wer mir nicht mehr folgt (recent unfollowers). Eine ausführliche Auflistung an Tracking-Tools ist hier zu finden.

Nun gibt es aber Portale wie Pinterest, wo es solche Tools einfach noch nicht gibt. Zumindest nicht für PC oder Android Systeme. Für das IOS soll schon etwas auf dem Markt sein. Das hilft mir aber nicht, wenn ich keine I-Phone besitze oder prizipiell kein IOS Fan bin. Zusätzlich hat man auch bei unfollowers.me immer wieder das Problem, dass nicht alle User bzw Unfollower angezeigt werden.

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So sieht es bei Unfollowers.me oft aus – die User werden aus der Liste genommen, bevor man sie sehen kann

Es gibt hier eine einfache Lösung, die sich jedoch nur für kleine bzw mittelgroße Accounts anwenden lässt. Oder ihr habt eine Hilfskraft, die sich einen Tag lang damit beschäftigt, dann kriegt ihr auch große Accounts aufgeräumt. Ich erkläre euch das hier mal am Beispiel eines Pinterest Accounts. Ursprünglich gab es dort ca 230 Follower und der User ist so ca. 300 Leuten gefolgt. Ziel war es nun, das Verhältnis wenigstens in Richtung 1:1 anzuheben. Hier gibt es einen einfachen Trick, den ich euch in 3 Schritten erklären möchte und der sich auch auf Twitter und andere Portale anwendbar sind, wo es eben nicht um Freunde oder Kontakte, sondern um Follower geht.

Schritt 1: Ihr lasst euch alle Follower anzeigen. Hier müsst ihr darauf achten, wirklich so lange herunter zu scrollen, bis alle angezeigt werden. Dann wird Strg+A gedrückt [Tastenkombination, um alles auf einmal zu kopieren], alles kopiert und in den Editor eingefügt. Hintergund ist die Tatsache, dass der Editor jegliche Formatierungen und Bilder aus dem Kopierten heraus nimmt und reiner Text übrig bleibt. Ihr macht Excel auf und kopiert es dort einfach rein, löscht den Anfangstext, das sind so die ersten 20 Zeilen, heraus und dann sortiert ihr den Rest nach Buchstaben.

Schritt 2: Nun macht ihr genau das gleiche mit der Liste der Leute, denen ihr folgt. Dann solltet ihr eine Excel Tabelle haben, in der in Spalte 1 die Follower stehen und in Spalte 2 die, denen ihr folgt. Nun braucht ihr nur noch verlgeichen und durchstreichen. Idealerweise streicht ihr aber nur die durch, die zurückfolgen, also die Namen, die auf BEIDEN Listen stehen!!! Den Namen der Nicht-Follower solltet ihr noch lesen können!

Schritt 3: Einfach alle die Löschen, die am Ende noch auf der Liste stehen. Kleiner Tip: Wenn ihr eine App habt, dann macht das damit, das geht schneller und besser. Pinterest ist am Computer eher schwerfällig zu  bedienen.

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Tadaa!! SO sollte es ungefähr aussehen

Und schon seid ihr fertig! Das ist vom Zeitaufwand her durchaus vertretbar vertretbar gewesen und hat ca. 1 1/2 Stunden gedauert. Das Schreiben des Beitrags hier dauerte definitiv länger! Am Ende war das Verhältnis ein ganz annehmbares, wie ich finde. Das suggeriert dem  User soviel wie: „Sie her, ich habe gute News/Content/Bilder & ich folge dir eventuell zurück!“

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Great Article…very worth reading!