Die goldenen 140 Zeichen oder: Was soll das mit dem Zwitschern?

So kurz vor Ende des Jahres widmen wir uns, wie schon der Titel sagt, dem Phänomen Twitter!

Twitter ist in Deutschland ja immer noch nicht wirklich etabliert, außer in Marketingkreisen vielleicht. Der Deutsche hat auch, wie ich glaube, einfach nicht so einen Bezug zu Abkürzungen wie der Amerikaner. Dort twittert jeder, egal ob privat oder geschäftlich.

Ich habe auch lange gebraucht, bis ich den Mehrwert an Twitter erkannt habe! Denn der liegt in der Kürze (sollte eigentlich auf der Hand liegen, tat es aber nicht!): man bekommt so viele Infos in Kurzform rein, dass man sie schnell überfliegen kann. Die nützlichen Dinge klickt man an und kommt dann zu der Website, wo die Information ausführlich erklärt wird. Hat man das einmal erkannt, zwitschert es sich von ganz allein. Ein zweiter, wichtiger Punkt ist der, dass Twitter eine „Trafficschleuder“ ist. Man erreicht eben auch viele Menschen auf eine unkomplizirte Weise. Um aber viele Menschen zu erreichen, braucht man natürlich auch viele Follower!

Kommen wir zum erstellen des Accounts: Sucht euch einen Namen aus, unter dem ihr twittern wollt, registriert euch und dann kann es eigentlich auch schon losgehen. Wählt ein Profilbild, das auch im Mini Format eine gewisse Anziehungskraft besitzt. Mein Profilbild kennt ihr schon, es ist das gleiche wie es rechts oben unter „Wer schreibt hier“ angezeigt wird. Ich empfehle auch, ein Bild für alle eure Kanäle zu nutzen. So erkennen euch auch die wieder, die nur das Bild schon mal gesehen haben, aber euren Twitter-Namen nicht kennen. Corporate ID fürs Profil quasi. Als nächstes solltet ihr ein gutes Bild hinter dem Bild (wird bei Twitter „Kopfzeile“ genannt) wählen. Dieses Bild wird mobil auch angezeigt, euer eigentlicher Hintergrund aber nicht. Sucht euch ein Theme aus und überlegt euch eine gute Kurzbeschreibung. Man sollte sofort sehen können, worüber ihr twittert. Das ist für mich, neben den Tweets, ausschlaggebend, ob ich jemandem folge oder nicht.

twitter-landkarte

Die Twitter-Landkarte

Für den Anfang ist es ganz hilfreich, anderen zu folgen, die eure Interessen teilen. Schaut euch immer das Verhältnis von „Follower“ zu „Folgt“ an. Jemand, der nur 50 Leuten folgt, aber schon 9000 Follower hat, wird euch sicherlich nicht zurückfolgen. Um die Followerzahl schneller steigen zu lassen, kann man in der Kurzbeschreibung angeben, dass man zurückfolgt bzw #followback schreiben. Das ist aber wie gesagt nur anfangs nützlich, irgendwann nervt es einfach nur, weil dann jeder Spammer einem folgt und natürlich erwartet, dass ihr das bei ihm auch tut.

Weiter kann ich nur empfehlen, gleich ab Beginn eine Liste anzulegen und dort die für euch informativen Twitter-User abzuspeichern. Wenn ihr irgendwann 300 Leuten folgt, wird es mühselig, nochmal zu filtern. Gut, musst ich auch machen, würde es aber nicht noch einmal machen wollen.

Schaut euch die Landkarte an, dort ist alles grundlegende aufgezeigt. Bei mir ist das Verhältnis von Follower zu Folge-ich nicht so, wie ich es oben beschrieben habe. Das kommt eben daher, dass ich auch nicht gewillt bin, jedem Reiseanbieter oder Justin-Bieber-Fan zu folgen. Alles, was mit Social Media zu tun hat ist für mich potenziell interessant und da folge ich auch zurück! Zurück zur Landkarte: Wählt einen Twitternamen mit dem ihr euch identifiziert und der eine Art Wiedererlennungswert hat: Ich heiße zum Beispiel Jenny – S – HH: Spitzname + erster Buchstabe vom Nachnamen + Abkürzung für Hamburg. Weiß aber keiner, der das so liest…der liest dann Jenny-shh. Eindeutig zweideutig sozusagen. Bedenkt auch, dass nur der Twittername in Antworten angezeigt wird. Wenn ihr euch also LKW als Twitternamen aussucht, dann werdet ihr mit @LKW angeschrieben und nicht mit @Jane zB.

„Was soll ich denn schreiben?“ und „Warum soll ich was twittern, wenn mir keiner folgt“ höre ich immer wieder und auf beides gibt es eine Antwort: Guter Content! Folgt interessanten Leuten, dann findet ihr auch interessante Infos, die euch ehrlich interessieren und die ihr auch teilen wollt! Dann läuft das irgendwann von ganz allein. Ihr müsst natürlich dran bleiben. Wenn ihr zwischendurch mal ein paar Monate keinen Bock mehr habt, gehen die Follower natürlich auch.

Twitter kann man, wie fast alles, auch Mobil nutzen. Hier habt ihr allerdings das Problem, dass mobile Versionen von Websites häufig nicht so einfach Infos via Twitter verbeiten lassen. Ideal ist es also, wenn ihr einen Arbeitsplatz habt, wo ihr an einen PC ran kommt. Es reicht schon aus, ein bis zwei paar Mal am Tag zu checken, was das so los ist. Ihr findet garantiert etwas, das des Weitersagens wert ist!

So, das war Twitter im Schnelldurchlauf. Jede Kleinigkeit zu erklären, würde hier den Rahmen sprengen. Natürlich gibt es #hashtags und auch zig lustige Abkürzungen, die dort verwendet werden und sich niemandem einfach so erschließen. Hier findet ihr zum Beispiel die wichtigsten Abkürzungen.

Fazit: Twitter Account einrichten is nich schwer, Follower finden und ordentlich twittern dagegen sehr 😉

Lasst euch nicht entmutigen (!),eure Jane